Ironman 70.3 in Tallinn und Leipzig

Traumhafter Saisonabschluss: Tamara Reiter sichert sich WM-Ticket bei der Ironman 70.3 Tallinn

Zum Abschluss ihrer Saison ging Tamara Reiter vom MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim beim IM 70.3 in Tallinn, Estland, in der Altersklasse W25-29 auf der Mitteldistanz (1,9km Schwimmen, 90km Rad, 21km Laufen) an den Start – und das unter alles andere als einfachen Bedingungen. Bei nur 14 Grad Lufttemperatur, starkem Wind und Regen sowie 18 Grad Wassertemperatur wurde dem gesamten Feld einiges abverlangt.

Nach 34:33 Minuten im Wasser sorgte vor allem der Wind auf dem Rad für die größte Herausforderung des Tages: Gleich zweimal hätte er Tamara beinahe vom Rad geweht. Dank durchgehend hoher Konzentration und einer Verpflegungsstrategie, die exakt nach Plan aufging, ließ sie sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und absolvierte die Radstrecke in 2:37:44 Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h.

Weil sich ihre Beine während des gesamten Rennens außergewöhnlich gut anfühlten, entschied sich Tamara sowohl auf dem Rad als auch beim Laufen bewusst dazu, über ihre eigentlichen Vorgaben hinauszugehen – ein Risiko, das sich am Ende voll auszahlte. Den abschließenden Halbmarathon lief sie in starken 1:39:31 Stunden und setzte sich damit in einem hochkarätigen Feld mit zehn Profi-Frauen konsequent durch.

Mit einer Gesamtzeit von 4:59:25 Stunden erreichte Tamara Platz 25 von 473 in der Gesamtwertung inklusive Profifeld und sicherte sich Rang 6 von 100 in ihrer Altersklasse. Der größte Lohn wartete jedoch abseits der Ergebnisliste: Mit dieser Leistung qualifizierte sich Tamara für die Ironman 70.3 World Championship 2027 in Chattanooga, Tennessee – eines ihrer größten Ziele und damit ein perfekter Abschluss ihrer Saison.

Persönliche Bestzeiten für Nils Kemmerzell beim Ironman 70.3 Leipzig

Beim Ironman 70.3 Leipzig ging Nils Kemmerzell vom MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim in der Altersklasse M30 auf der Mitteldistanz an den Start. Nach den teils sehr warmen Wochen zuvor kamen ihm die am Wettkampftag deutlich kühleren rund 20 Grad sehr entgegen.

Im Cospudener See fand Nils dank angenehmer Wassertemperatur und guter Wasserqualität schnell seinen Rhythmus und kam stark aus dem Wasser – in 32:20 Minuten stellte er dabei direkt eine persönliche Bestzeit auf. Auf dem Rad ging es dann landschaftlich reizvoll an mehreren Seen entlang, wobei sich der von Wurzeln durchzogene Asphalt und starker Wind streckenweise als echte Herausforderung erwiesen – insbesondere im Bereich um Kilometer 20 kam es dadurch zu zahlreichen Stürzen im Feld. Trotz dieser Widrigkeiten blieb der an sich schnelle Kurs für Nils in guten 2:32 Stunden machbar.

Beim abschließenden Lauf, der über drei Runden à 7 Kilometer durch die Leipziger Innenstadt führte, sorgten zahlreiche Zuschauer entlang der Strecke für beste Stimmung. Nils kämpfte sich in 1:47 Stunden ins Ziel und verbesserte dabei auch seine persönliche Bestzeit auf der Laufstrecke um satte vier Minuten. Mit einer Gesamtzeit von 5:04 Stunden landete er im vorderen Drittel in der Gesamtwertung sowie im vorderen Viertel seiner Altersklasse – und zeigte sich rundum zufrieden mit seiner Leistung.