Ob im eiskalten Gebirgssee, bei extremer Tropenhitze oder auf dem amerikanischen Festland: Die Athleten des MainzlGroup TriTeams TSV 1860 Rosenheim glänzten am vergangenen Wettkampfwochenende mit historischen Triumphen und purem Kampfgeist.


Den sportlichen Paukenschlag des Wochenendes setzte Sabine Petrini-Monteferri bei der 15. Auflage des Hallstättersee Schwimm Marathons in Österreich. Auf der reaktivierten, extrem anspruchsvollen 7-Kilometer-Königsdisziplin – einer direkten Seedurchquerung von Obertraun nach Untersee – lieferte die Rosenheimerin ein phänomenales Rennen. Trotz kühler Wassertemperaturen im See und von aussen heissem Sommerwetter setzte sie sich früh an die Spitze des Damenfeldes, baute ihren Vorsprung Schlag um Schlag aus und stieg nach 1:54:11 Stunden mit über 4 Minuten Vorsprung auf die Zweite als unangefochtenen Gesamtsiegerin und schnellste Frau des Tages aus dem Wasser.

Bereits am Freitagabend bewies das Team beim Trumer Seecrossing im Salzburger Seenland seine Extraklasse im Freiwasser. Auf der 3.000-Meter-Langstrecke des Alpen Open Water Cups schrammte Renate Forstner nach einem packenden Duell um lediglich 13 Sekunden am Sieg vorbei und sicherte sich den hervorragenden zweiten Platz in der AK 40. Ebenfalls Silber feierte Leopold Lindauer bei seinem starken Saisondebüt (Platz 2 AK 40 / Platz 9 Gesamt). Simon Breuer als Sechster der AK 30 sowie Oliver Nowotny mit einem starken vierten Platz in der AK 50 über die 1.400-Meter-Distanz komplettierten das exzellente Mannschaftsergebnis.


Am Sonntag stellte sich Anian Ransberger beim Trumer Triathlon der Konkurrenz. Bei gnadenlosen Temperaturen von weit über 30 Grad entwickelte sich die bergige Sprintdistanz (750m Schwimmen, 25km Radfahren mit 450 hm, 5,4km Laufen), die als Qualifikation für die Altersklassen-EM 2027 in Kitzbühel diente, zu einer extremen Materialschlacht. Ransberger trotzte der Hitze mit einer soliden Allround-Leistung und finishte nach 1:37:05 Stunden auf dem zufriedenstellenden 32. Platz der stark besetzten Altersklasse M40-49.


Die emotional härteste Prüfung wartete auf Bernhard Scholz in den USA. Nach einer verletzungsbedingt schwierigen Vorbereitung ging der 48-Jährige beim geschichtsträchtigen Ironman Lake Placid an den Start. Nach solidem Schwimmen (1:26:56 Stunden) im Mirror Lake und einem kontrollierten, aber extrem harten Radsplit über 2.265 Höhenmeter (6:20:25 Stunden) wurden die letzten 16 Kilometer des Marathons zu einem reinen Überlebenskampf. Mit unbändigem Willen biss sich Scholz durch und überquerte nach 13:17:55 Stunden erschöpft, aber glücklich die Ziellinie (Platz 63 AK 45-49). Ob er die Reise ein drittes Mal antritt? Der Rosenheimer schmunzelt im Ziel: „Wiederholungsgefahr? Erst mal abwarten.“
