Kettenriss und Kampfgeist beim Debüt in Roth

Fabian vom MainzlGroup TriTeam Rosenheim hat sich bei der Challenge Roth an seine erste Langdistanz gewagt und direkt eine Geschichte erlebt, die man nicht erfinden könnte. Das Schwimmen lief entspannt und kontrolliert, doch auf dem Rad wartete die erste Prüfung: Bei Kilometer 15 riss ihm die Kette. Für einen kurzen Moment dachte er, sein Langdistanzdebüt sei damit beendet. Doch aufgeben kam nicht in Frage – mit zwei Steinen bog und hämmerte er sich die Kette provisorisch wieder aufs Rad und rollte die nächsten zehn Kilometer entspannt weiter, bis er an einem der Werkstattzelte eine neue Kette einbauen lassen konnte.

Mit dieser Erfahrung im Rücken ging er hochmotiviert ins Laufen, immer mit dem Ziel einer Zeit unter zehn Stunden vor Augen. Auch wenn ihm ab Kilometer 22 Magenprobleme und schwerer werdende Beine das Tempo etwas abverlangten, kämpfte er sich unbeirrt bis zur Ziellinie durch – und das mit Erfolg: Nach allem, was er an diesem Tag überstehen musste, überquerte Fabian die Ziellinie in einer starken Zeit von 10:18:39 Stunden. Eine Leistung, die angesichts des Kettenrisses und der Blockade im Renngeschehen umso beeindruckender ist.

Fabian zieht ein rundum zufriedenes Fazit aus seinem Debüt und ist bereits motiviert, im nächsten Jahr eine weitere Langdistanz anzugehen. Sein Fazit für die Zukunft, mit einem Schmunzeln: „Fürs nächste Mal halt ich mich vermutlich nicht ans Motto ‚Never change a running system‘.“

Spontaner Einsatz und starke Schwimmleistung als Staffel-Ersatz in Roth

Erst am Montag vor dem Wettkampf kam der Anruf, dann stand Annalena am Sonntag schon in Roth am Start: Sie sprang spontan als Schwimmerin ein – und das direkt bei ihrer ersten 3,8-Kilometer-Freiwasserstrecke überhaupt. Kein leichtes Unterfangen, aber Annalena nahm die Herausforderung mit Begeisterung an.

Durch den Start in der letzten Staffel-Gruppe musste sie sich zunächst durch die vorherigen Gruppen im Wasser hindurcharbeiten. Was nach einer zusätzlichen Erschwernis klingt, wurde für Annalena zum Vorteil: Sie konnte gut überholen und dabei eine richtig starke Schwimmzeit hinlegen. Mit 1:10:27 Stunden unterbot sie ihre eigene Zielzeit und belegte in der Schwimmwertung Platz 22 – eine beeindruckende Leistung für ihr Debüt auf dieser Distanz.

Auch wenn ein Gewitter auf der Radstrecke das Tempo der Staffel etwas ausbremste, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Als Team belegte die Staffel am Ende Platz 45 von 55 – für Annalena zählte an diesem Tag aber vor allem das Erlebnis: das erste Mal 3,8 Kilometer im Freiwasser zu schwimmen und die Challenge Roth als Teil einer Staffel hautnah mitzuerleben. Ihr Fazit: rundum happy mit dem gemeinsamen Ergebnis.