Was für ein historisches Sportwochenende für das MainzlGroup TriTeam des TSV 1860 Rosenheim! Ob bei nationalen Meisterschaften, epischen Freiwasser-Querungen, schweißtreibenden Bergläufen oder brutalen Mitteldistanzen in der Mittagssonne – die Rosenheimer Ausdauersportler trotzten extremen Temperaturen von bis zu 38 Grad. Belohnt wurde der kollektive Kraftakt mit Meistertiteln, einem WM-Ticket, Podestplätzen und sensationellen Teamleistungen.
Deutsche Meisterschaft am Rothsee: Gold für Renate Forstner
Ihre absolute Ausnahmeklasse stellte unsere Renate Forstner beim legendären Rothsee-Triathlon unter Beweis, in dessen Rahmen auf der Kurzdistanz die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde. Forstner erwischte einen Traumtag und dominierte das Feld der Altersklasse W AK 45 von Beginn an nach Belieben.
Bereits nach einem schnellen Schwimmen (22:24 min) lag sie aussichtsreich im Rennen. Auf der Radstrecke legte sie mit einer Zeit von 19:13 min die Basis für den späteren Triumph, ehe sie den Erfolg mit einem starken abschließenden Lauf (18:45 min) sicher ins Ziel brachte. Mit einer überragenden Gesamtzeit von 1:02:31,09 Stunden distanzierte sie die Konkurrenz deutlich und sicherte sich hochverdient den 1. Platz – und damit den deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse.
Alpen Adria Swim Cup: Drama und Altersklassen-Sieg für Sabine Petrini-Monteferri


Eine extreme Herausforderung im Freiwasser bewältigte unsere Sabine Petrini-Monteferri beim Alpen Adria Swim Cup (AASC). Sie stellte sich der Längsquerung des Ossiacher Sees über epische 9 Kilometer – und das bei einer drückenden Wassertemperatur von 27 Grad komplett ohne Neoprenanzug.
Als wäre die Distanz nicht schon hart genug, sorgte eine Materialvorgabe für unerwartete Probleme: Alle Teilnehmenden mussten einen GPS-Transponder am Arm tragen. Das Zusatzgewicht ließ Sabines Arme von Kilometer zu Kilometer schwerer werden. Dennoch lieferte sie sich über weite Strecken ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen direkt neben der späteren Gesamtsiegerin. Nach über 6.000 Armzügen und einer herausragenden Schwimmzeit von 2:56 Stunden stieg Sabine erschöpft, aber überglücklich als 3. Dame im Gesamtfeld aus dem Wasser. In ihrer Altersklasse (W50-60) bedeutete das den unangefochtenen Sieg.
Für einen bitteren Beigeschmack sorgte im Nachgang ein Regelverstoß der Gesamtzweiten, die ihren Transponder vorschriftswidrig am Bein statt am Arm trug und so der extremen Ermüdung der Schultermuskulatur entging. Ob dieser unfaire Vorteil von der Rennleitung noch geahndet wird, bleibt abzuwarten – an Sabines großartiger Leistung ändert das jedoch nichts.
TenneT Powertriathlon Trebgast: Sensationelles Silber für Theresa Zahorka
Eine wahre Hitzeschlacht mit einem glänzenden Podiumsplatz erlebte unsere Theresa Zahorka auf der Kurzdistanz in Trebgast. Bei tropischen Bedingungen kletterte das Thermometer unaufhaltsam nach oben, während der Badesee bereits „kuschelige“ (O-Ton Theresa) 29 Grad aufwies. Da der Start erst um 11:30 Uhr erfolgte, wurden die Athleten in der brennenden Mittagssonne auf die komplett schattenfreie Strecke geschickt. Die Rennleitung reagierte goldrichtig und kürzte die Laufstrecke kurzfristig auf 7,5 Kilometer.
Theresa trotzte den Bedingungen mit Bravour: Nach starken 30:52 min stieg sie aus dem Wasser. Auf dem Radkurs spulte sie die Kilometer in 1:08:49 h ab und hielt sich ganz vorne im Feld. Nach dem zweiten Wechsel mobilisierte sie noch einmal alle Kräfte und brachte das Rennen mit einer Laufzeit von 30:34 min souverän ins Ziel. Mit einer grandiosen Gesamtzeit von 2:14:55,01 Stunden belohnte sie sich mit dem sensationellen 2. Platz in der Gesamtwertung der Frauen sowie dem hervorragenden 2. Platz in der Altersklasse W AK 25.
Triathlon Cup Landshut: Traumstart für Marcus Sindram

An der Gretlmühle in Landshut stellte sich unser Marcus Sindram (AK 40-44) der Sprintdistanz. Nach einer langen Verletzungspause nutzte er die Option des Veranstalters, wegen der extremen Hitzewelle von rund 38 °C im Schatten von der olympischen auf die Sprintdistanz umzumelden.
Marcus legte einen absoluten Traumstart vor und schaffte die schnellste Schwimmzeit seiner gesamten Altersklasse (9:15 min)! Nach einer langen Wechselzone (4:01 min) kostete ihn der steile Anstieg auf dem Radkurs (38:46 min) viel Kraft. Beim abschließenden Laufen (41:55 min) stellte er sich tapfer der Hitzeschlacht und finishte in 1:38:52 h auf dem 12. Platz seiner Altersklasse.
Bergrennen „Samerberger Gams 2026“: Gipfelsturm von Anna Pertl


Beim traditionellen Bergrennen „Samerberger Gams 2026“ stellte sich unsere Anna Pertl einer extremen Herausforderung gegen die Uhr. Im 30-Sekunden-Takt im Einzelstartmodus gestartet, mussten auf einer anspruchsvollen Strecke von 3,9 Kilometern unbarmherzige 420 Höhenmeter am Stück bezwungen werden. Anna erwischte einen richtig starken Tag, kämpfte sich in einer großartigen Zeit von 21:34,68 Minuten den Gipfel hinauf und sicherte sich den phänomenalen 2. Platz in der Damen-Gesamtwertung sowie den verdienten Sieg in ihrer Altersklasse!
Radmarathon Rosenheim: Kilometer-Sammler im Alpenvorland


Abseits der klassischen Triathlon-Schauplätze zog es zwei Athletinnen zum spektakulären Rad-Event direkt vor der Haustür. Bei gewohnt hochsommerlichen Bedingungen stellten sie sich den anspruchsvollen Streckenprofilen im welligen Alpenvorland.
Annika Hiebl auf der Monumental-Tour: unsere Annika suchte die maximale Herausforderung und ging auf der monumentalen „Tour 4“ an den Start. Auf dieser hitzegespickten Langstrecke mussten unvorstellbare 185 Kilometer und knackige 2.600 Höhenmeter bezwungen werden. Sie bewies extremes Durchhaltevermögen und rollte nach einer reinen Fahrzeit von 8:53 Stunden ausgelaugt aber glücklich ins Ziel.
Sophia Rohde genießt das Sudelfeld: Ebenfalls im Sattel aktiv war unsere Sophia Rohde auf der profilierten „Tour 3“. Für sie standen am Ende starke 126 Kilometer und 1.850 Höhenmeter auf dem Tacho. Die Route führte über den Irschenberg nach Bayrischzell und über die heftige Rampe hinauf zum Sudelfeld, gefolgt vom Rückweg über Thiersee und Kufstein. Sophia genoss das perfekt organisierte Event ganz im Sinne des puren Fahrspaßes ohne den Druck einer offiziellen Zeitnahme. Ihr Fazit: „Den Beinen geht’s top, das Anstrengendste war einfach die Sonne.“
